Zertifizierung zum Endoprothetik-Zentrum ist Ergebnis erfolgreicher Teamarbeit

Das Wittmunder Krankenhaus macht mit medizinischen Leistungen auf sich aufmerksam: Künftig kann die Klinik auch mit dem Qualitätssiegel Endoprothetik- Zentrum auftreten. Das entsprechende Zertifikat bescheinigt dem Haus, dass es alle Anforderungen erfüllt. Ein externes Auditteam, zwei Fachärzte und ein Vertreter aus dem Qualitätsmanagement, hat die Abläufe unter die Lupe genommen. Endoprothese ist der Ersatz eines kranken Gelenks durch ein künstliches Implantat. Diese Eingriffe, so weist es das Zertifikat aus, erfolgen in Wittmund auf höchstem medizinischen Niveau. Die Patienten können darauf vertrauen, dass in der Klinik künstliche Hüfte & Co. nach einem Verfahren eingesetzt werden, das fest definierte einheitliche Anforderungen an die endoprothetische Versorgung erfüllt. Anfang November waren die Experten des Zertifizierungsinstituts „ClarCert“ aus Ulm in Wittmund, um zu überprüfen, ob die geforderten Standards erfüllt werden. „Das war für uns richtig stressig“, betonte Chefarzt und Initiator der Zertifizierung, Dr. Bernd Sauer. Letztlich habe aber das gesamte Team überzeugt. In puncto Patientenbegleitung – von der Aufnahme bis zur Nachuntersuchung – rangiere die Klinik bundesweit sogar unter den Top 3, ergänzte Klinik- Geschäftsführer Alfred Siebolds

 

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Chefarzt Dr. Bernd Sauer zeigt h

ier zur Anschauung vergoldete Modelle von Knie- und Hüftprothesen. Eine Auszeichnung, die er schon 2010 erhielt.

 

 

 

 

 

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Am Ende eines langen Prozesses steht für das Wittmunder Krankenhaus die Zertifzierung zum Endoprothetik-Zentrum. Waren es 2003 gerade einmal drei implantierte Knieprothesen und 30 künstliche Hüftgelenke, so summiert sich die Fallzahl in diesem Jahr bereits auf rund 700. Bereits 2013 erhielt die Klinik dafür ein Siegel der AOK Niedersachsen. Das war ein zusätzlicher Ansporn für alle Beteiligten, sich nun auch der strengen Überprüfung des unabhängigen Instituts Clar- Cert“ zu unterziehen. Ab April 2014 wurde konsequent auf die Zertifizierung hingearbeitet. Dazu gehörte, den Behandlungspfad weiter zu entwickeln und zu verbessern. Die Prüfer, so erklärte Klinik-Geschäftsführer Alfred Siebolds gestern, hätten das Haus nach zwei Tagen durchaus beeindruckt wieder verlassen. Überzeugen konnte die Klinik unter anderem mit ihrer patientenorientierten Leistungstiefe: So gehört es zum Standard, dass Patienten in der Klinik täglich auch von Physiotherapeuten begleitet werden. Aber auch das freundlich-professionelle Arbeitsklima und die familiäre Atmosphäre hätten die Prüfer überzeugt, erklärte Landrat Matthias Köring, Aufsichtsratsvorsitzender der Krankenhaus gGmbH. Chefarzt Dr. Bernd Sauer, Initiator der Zertifizierungsanstrengungen, unterstrich gestern mehrfach den gelebten Teamgedanken: Mediziner (vier Hauptoperateure), Physiotherapeuten, Pflegekräfte, OP-Mitarbeiter, Sozialdienst und Verwaltung hätten von Anfang an für den Erfolg zusammengearbeitet und letztlich alle Vorgaben mehr als erfüllt. Auf dem Erreichten, so Dr. Sauer, werde man aufbauen: „Die Überprüfung hat auch gezeigt, wo wir noch besser werden können.“ Jährlich habe sich die Klinik nun einer Nachprüfung zu unterziehen. In den vergangenen Jahren hat sich das Wittmunder Krankenhaus mit der Endoprothetik bereits einen hervorragenden Ruf weit über die Kreisgrenzen hinaus erworben, hieß es gestern. Das Zertifikat drücke eine Qualität aus, auf die einerseits die Patienten vertrauen könnten, die andererseits aber auch die Zukunft der Klinik sichere.

 

Quelle: „ Anzeiger für Harlingerland – Ostfriesisches Tageblatt“